Schnapsen zu dritt - das Dreierschnapsen

Das alte Kartenspiel wird in Deutschland, Österreich, Ungarn, Russland oder wo auch immer zumeist mit zwei oder vier Spielern gespielt. Doch was tun, wenn man zu dritt schnapsen will? Nun ja, sicher kann man Schnapsen und ein Dritter setzt immer eine Runde aus. Ist eine Möglichkeit, aber kann doch durchaus auch für Langeweile sorgen. Eine andere Möglichkeit, ist hier das Dreierschnapsen, das wohl auch als Talonschnapsen oder Staperlschnapsen bekannt ist.

Spielregeln

Das Dreischnapsen ist eine Mischung aus dem in Deutschland auch als Sechsundsechzig bekannten Kartenspiel und dem Bauernschnapsen. Man spielt eben wie gesagt zu dritt und jeder spielt gegen jeden. Jeder Spieler bekommt in den meist verbreiteten Varianten jeweils sechs Karten, die beiden übrigen Karten bilden den Stapel (in manchen Teilen Deutschlands auch Talon genannt). Ansonsten orientieren sich die Regeln überwiegend am Bauernschnapsen. So wird der Trumpf auch von dem Spieler angesagt, der neben dem Geber sitzt. Ebenso wird in den meisten Regionen Österreichs und Deutschland beim Dreierschnapsen zumeist mit den Ansagen, die auch beim Bauernschnapsen möglich sind, gespielt. So werden auch beim Staperlschnapsen „Gangl“, "Ringerl" oder „Zehnerhittn“ – beziehungsweise etwas nördlicher „Durchmarsch“, „Ring“ oder „Zehner“ – gespielt.

Besonderheit beim Talonschnapsen

Eine Besonderheit des Talonschnapsens ist die Möglichkeit für den Trumpf-Ansager, die beiden verbliebenen Stapelkarten anzuschauen und gegebenenfalls gegen zwei seiner eigenen Karten auszutauschen. Dies ist aber ebenfalls regional abhängig. Wie auch immer, wenn der Ansager sein jeweiliges angesagtes Spiel gewinnt, beziehungsweise der Trumpf-Ansager 66 Augen erzielt, hat er das Spiel gewonnen. Schafft er es nicht, erhalten die beiden anderen jeweils die Hälfte der Punkte. In der Regel endet das Dreierschnapsen auch bei 24 Punkten.